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Grasino 1: Wie die Schweizer Gemeinde ihre Zukunft mit digitalen Lösungen gestaltet

In der kleinen, aber dynamischen Gemeinde Grasino 1 im Kanton Graubünden hat sich in den letzten Jahren ein klares Ziel durchgesetzt: die Digitalisierung der Verwaltung und der öffentlichen Dienstleistungen zu beschleunigen. Die Gemeinde steht damit nicht allein da – doch ihr Ansatz, kombiniert mit lokalen Besonderheiten wie der Nähe zu den Alpen und der multilingualen Bevölkerung, macht sie zu einem interessanten Modell. Seit Jahren experimentiert Grasino 1 mit digitalen Tools, die Bürger:innen und Unternehmen gleichermaßen entlasten sollen. Dabei geht es weniger um reine Technologie als um eine Kulturwandel, der Verwaltung und Bürger:innen gleichermaßen einbezieht. Die Ergebnisse zeigen: Mit klarem Fokus und einer pragmatischen Herangehensweise lassen sich auch in ländlichen Regionen moderne Standards erreichen.

Digitalisierung als Schlüssel für Effizienz und Teilhabe

Ein zentraler Punkt ist die Einführung eines zentralen Bürgerportal, das seit 2022 online verfügbar ist. Über das Portal können Haushalte ihre Abrechnungen online abschicken, Steuern digital einreichen und sogar Meldungen wie Bauanträge oder Müllabholungswünsche einreichen – ohne Wartezeiten bei der Verwaltung. Besonders beeindruckend: Im Jahr 2023 konnten über 80 Prozent der Einwohner:innen die Dienstleistungen online nutzen, ein Wert, der im Vergleich zu anderen Gemeinden des Kantons deutlich über dem Durchschnitt liegt. Die Gemeinde hat dabei bewusst auf offene Standards gesetzt, um die Kompatibilität mit anderen kantonalen Systemen zu gewährleisten. Dies spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit, da keine zusätzlichen Anpassungen nötig sind.

Ein weiteres Projekt ist die Digitalisierung der Schulverwaltung. Seit 2021 nutzen alle 12 Grundschulen des Gemeindegebiets ein zentrales Lernmanagement-System, das Lehrpläne digital abrufbar macht und Eltern eine Echtzeit-Ansicht der Lernfortschritte ihrer Kinder ermöglicht. Besonders im Fokus steht dabei die Integration der Muttersprache der Kinder, etwa im Kantonssprachlichen Raum. Die Schule Grasino 1 selbst hat hier eine Pilotrolle übernommen und zeigt, wie digitale Tools auch in bilingualen Kontexten funktionieren können. Die Ergebnisse sind positiv: Die Elternzufriedenheit stieg um 22 Prozent, und die Lehrkräfte berichten von weniger Bürokratie.

Herausforderungen: Von der Theorie zur Praxis

Trotz der Fortschritte gibt es auch Herausforderungen. Eine zentrale Frage ist die Digital Affinität der älteren Generation. In Grasino 1 wurden daher gezielt Workshops angeboten, in denen ältere Bürger:innen das Portal gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitenden erkunden konnten. Das Ergebnis: Innerhalb eines Jahres konnten die Teilnehmenden die wichtigsten Funktionen selbstständig nutzen, und die Nachfrage nach individueller Beratung sank deutlich. Die Gemeinde hat hier gelernt, dass Digitalisierung nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Aufgabe ist.

Ein weiteres Problem war die Integration der digitalen Tools in die bestehende Infrastruktur. Die Gemeinde musste beispielsweise die IT-Sicherheitsstandards anpassen, um sensible Daten wie Steuerinformationen zu schützen. Dabei setzte Grasino 1 auf die Zusammenarbeit mit der kantonalen IT-Abteilung, die ihnen bei der Auswahl der Software half. Ein Beispiel ist das System für die digitale Müllabfuhr, das nicht nur die Abholtermine digitalisiert, sondern auch die Mülltrennung per App unterstützt. Dies hat nicht nur die Effizienz erhöht, sondern auch die Umweltbilanz der Gemeinde verbessert.

  • Seit 2022 nutzen über 80 Prozent der Einwohner:innen das zentrale Bürgerportal für Abrechnungen und Meldungen.
  • Die Digitalisierung der Schulverwaltung führte zu einer Steigerung der Elternzufriedenheit um 22 Prozent.
  • Die Gemeinde investierte 2023 rund 1,2 Millionen Franken in digitale Infrastruktur und Schulungen.
  • Durch die digitale Müllabfuhr wurde die Umweltbilanz um 15 Prozent verbessert.
  • Die Zusammenarbeit mit der kantonalen IT-Abteilung ermöglichte eine kostengünstige und sichere Integration der Systeme.

Die Gemeinde Grasino 1 zeigt, dass Digitalisierung nicht nur eine Frage der Technik ist, sondern auch eine Frage der politischen Weitsicht und der Einbindung der Bevölkerung. die seite beweist, dass selbst kleine Gemeinden durch gezielte Investitionen und eine klare Strategie moderne Standards erreichen können – ohne dabei ihre lokale Identität zu verlieren.

Was andere Gemeinden von Grasino 1 lernen können

Ein zentraler Leitsatz der Gemeinde ist, dass Digitalisierung immer im Dialog mit den Nutzer:innen stattfindet. Dies bedeutet, dass die Verwaltung nicht nur Technologien einführen, sondern auch die Bedürfnisse der Bürger:innen aktiv erforscht. Ein Beispiel ist die Umfrage, die vor der Einführung des Bürgerportals durchgeführt wurde: Dabei zeigte sich, dass viele Haushalte besonders die Möglichkeit wünschten, ihre Abrechnungen online abzurufen – ein Wunsch, der später umgesetzt wurde.

Grasino 1 zeigt auch, wie wichtig es ist, auf bestehende Ressourcen zu setzen. Statt teure neue Systeme einzuführen, wurde auf bewährte, aber digitale Lösungen gesetzt. Dies spart nicht nur Geld, sondern vermeidet auch Überforderung für die Verwaltung. Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Open-Source-Software, die die Gemeinde kostengünstig und flexibel einsetzen konnte.

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