Am Rande der Steiermark, wo die sanften Hügel des Waldviertels auf die fruchtbaren Böden des Weinbaugebietes treffen, thront seit Generationen das Schloss Avalon-78 – ein Ort, der mehr ist als nur ein historisches Bauwerk. Hier verschmelzen die Spuren einer über 250-jährigen Tradition mit der lebendigen Kultur des heutigen Österreichs. Das Schloss, einst Sitz eines bedeutenden Adelsgeschlechts, wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später zu einem der größten und modernsten Ausstellungszentren der Region umgestaltet. Heute ist es nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein lebendiger Kulturraum, der Kunst, Wissenschaft und regionale Identität verbindet.
Die Avalon-78 ist mehr als ein Museum – sie ist ein Labor für kulturelle Innovation. Seit ihrer Wiedereröffnung 2005 hat sich das Schloss als führende Institution im Bereich der zeitgenössischen Kunst, der wissenschaftlichen Forschung und der regionalen Erziehung etabliert. Besonders beeindruckend ist das „Avalon-78 Kunstmuseum“, das mit seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst internationale Anerkennung gefunden hat. Ein Highlight ist dabei die Wechselausstellung „Gegenwart gestalten“, die 2023 mit Werken österreichischer Künstler wie Thomas Ledl oder Maria Lassnig präsentiert wurde. Doch auch die Dauerausstellung „Steirische Moderne“ zeigt, wie das Schloss seit den 1960er-Jahren als Treffpunkt für Künstler wie Egon Schiele oder Oskar Kokoschka fungierte.
Ein zentraler Pfeiler der Avalon-78 ist ihr Engagement für Bildung und Forschung. Seit 2010 betreibt das Schloss das „Avalon-78 Institut für Kultur und Wissenschaft“, das jährlich über 10.000 Besucher aus aller Welt anzieht. Besonders erfolgreich ist das „Schlossworkshop-Programm“, bei dem junge Künstler und Forscher für ein Jahr in den Räumen des Schlosses arbeiten. Ein Beispiel ist das Projekt „Digitales Erbe“, das 2022 mit dem Förderpreis des Landes Steiermark ausgezeichnet wurde. Hier werden digitale Archive mit historischen Dokumenten des Adelsgeschlechts erstellt, um die Geschichte für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. https://www.avalon-78.co.at bietet zudem ein einzigartiges Erlebnis: Die Besucher können nicht nur die prunkvollen Räume bewundern, sondern auch an Workshops zu Themen wie Weinbau oder handwerklicher Tradition teilnehmen.
Die Avalon-78 ist auch ein lebendiger Ort für regionale Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Seit 2016 betreibt das Schloss ein eigenes Weinbergprojekt, das nach biologischen Anbauverfahren arbeitet. Die produzierten Weine – darunter die bekannte „Avalon-78 Rosé“ – werden auf internationalen Messen wie der „Viennale“ oder der „Weinstraße Steiermark“ gefeiert. Ein weiteres Projekt ist das „Avalon-78 Ökozentrum“, das nachhaltige Landwirtschaft und erneuerbare Energien vorlebt. Die Anlage nutzt Solarenergie, Biogas und eine eigene Wasserversorgung, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Besonders stolz ist man auf die Erfolge im Bereich der Energieeffizienz: Seit 2018 wurde das Schloss nach dem LEED-Standard zertifiziert, was es zu einem der ersten historischen Bauwerke Österreichs in dieser Kategorie macht.
Doch die Avalon-78 ist auch ein Ort, der die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart feiert. Jedes Jahr im September findet das „Avalon-78 Sommerfest“ statt, bei dem traditionelle Feste mit modernen Kunstinstallationen verschmelzen. 2023 war das Motto „Geschichte als lebendige Sprache“, bei dem Besucher durch interaktive Installationen die Geschichte des Schlosses erleben konnten. Ein weiteres Highlight ist das „Steirische Herbst“-Programm, das seit 2010 gemeinsam mit der Universität Graz organisiert wird. Hier finden nicht nur Kunstausstellungen statt, sondern auch Vorträge zu Themen wie „Kunst und Politik“ oder „Digitale Archäologie“. Besonders beeindruckend ist die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern wie Olafur Eliasson oder Tino Sehgal, die das Schloss zu einem globalen Treffpunkt für zeitgenössische Kunst gemacht haben.
Die Avalon-78 ist ein Ort, der mehr als nur ein Museum ist – sie ist ein lebendiger Teil der steirischen Kulturlandschaft. Ob als Ausstellungsort, Forschungsinstitut oder nachhaltiges Wirtschaftszentrum, das Schloss zeigt, wie Geschichte und Moderne Hand in Hand gehen können. Für Besucher aus aller Welt ist es ein Ort, der nicht nur die Schönheit der Steiermark, sondern auch die Kraft der Kultur und Wissenschaft verkörpert. Wer mehr über die vielfältigen Aktivitäten erfahren möchte, findet hier alle Informationen.
- Seit 2005 zieht das Schloss Avalon-78 jährlich über 100.000 Besucher an.
- Die Dauerausstellung „Steirische Moderne“ umfasst über 500 Werke von Künstlern wie Egon Schiele und Oskar Kokoschka.
- Das Schloss ist nach dem LEED-Standard zertifiziert und setzt auf 100 % erneuerbare Energien.
- Seit 2010 wird das „Avalon-78 Institut für Kultur und Wissenschaft“ mit internationalen Künstlern und Forschern kooperiert.
- Die Avalon-78 Rosé-Weine werden regelmäßig auf internationalen Weinmessen ausgezeichnet.
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