{"id":23878,"date":"2025-09-27T14:22:43","date_gmt":"2025-09-27T17:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/monsenhorpaulo.mg.gov.br\/site\/?p=23878"},"modified":"2026-09-27T09:22:44","modified_gmt":"2026-09-27T12:22:44","slug":"klimaneutrale-kalte-wie-celsius-die-schweiz-klimafreundlich-kuhlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/monsenhorpaulo.mg.gov.br\/site\/emdestaque\/klimaneutrale-kalte-wie-celsius-die-schweiz-klimafreundlich-kuhlt\/","title":{"rendered":"Klimaneutrale K\u00e4lte: Wie Celsius die Schweiz klimafreundlich k\u00fchlt"},"content":{"rendered":"<p>K\u00e4lte ist ein Grundbed\u00fcrfnis \u2013 doch ihr Energieverbrauch macht etwa 15 % des Gesamtstrombedarfs der Schweiz aus. Besonders in der Sommerhitze oder f\u00fcr industrielle K\u00fchlprozesse belastet er die Netze und treibt die CO\u2082-Emissionen in die H\u00f6he. Doch eine innovative L\u00f6sung w\u00e4chst gerade in der Schweiz heran: <a href=\"https:\/\/www.celsius-ch.ch\/\">link<\/a>. Unternehmen wie Celsius setzen auf eine revolution\u00e4re Technologie, die K\u00e4lte ohne fossile Brennstoffe erzeugt und so die Energiewende im K\u00e4ltebereich vorantreibt.<\/p>\n<p>Die Idee ist simpel, aber genial: Statt Strom aus Kohlekraftwerken zu nutzen, wird W\u00e4rme aus Abw\u00e4rmequellen, Geothermie oder Solarenergie in einen K\u00e4ltespeicher umgewandelt. Dieser funktioniert nach dem Prinzip der Absorptionsk\u00e4lte, bei dem W\u00e4rmeenergie direkt als Treibmittel dient \u2013 statt wie bei herk\u00f6mmlichen K\u00e4ltemaschinen mit K\u00e4ltemitteln, die oft fluorierte Gase enthalten. Das Ergebnis: Bis zu 90 % weniger CO\u2082-Emissionen im Vergleich zu konventionellen K\u00fchlsystemen.<\/p>\n<h2>Wie funktioniert die Technologie?<\/h2>\n<p>Das Herzst\u00fcck von Celsius-Systemen ist der K\u00e4ltespeicher, der in Betrieben wie der Lebensmittelindustrie, der Pharmabranche oder sogar in Gew\u00e4chsh\u00e4usern eingesetzt wird. Ein zentrales Absorptionsk\u00e4lteger\u00e4t nutzt die W\u00e4rme aus Abw\u00e4rme, Abwasser oder Solarthermie, um Ammoniak oder Lithiumbromid als K\u00e4ltemittel zu verdampfen. Das K\u00e4ltemittel gibt dabei seine Energie an einen W\u00e4rmetauscher ab, der sie in einem Speicher (meist Wasser oder Salzl\u00f6sung) zwischenspeichert. Diese gespeicherte W\u00e4rme wird sp\u00e4ter gezielt genutzt, etwa zur Heizung oder Trocknung.<\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel zeigt, wie effizient diese Methode ist: In einem Schweizer Milchverarbeitungsbetrieb reduzierte die Installation eines Celsius-Systems den Stromverbrauch f\u00fcr K\u00fchlprozesse um 40 %, w\u00e4hrend gleichzeitig die Abw\u00e4rme aus der Produktion direkt in die Heizung des Betriebsgel\u00e4ndes eingespeist wurde. Die CO\u2082-Emissionen sanken um knapp 2 Tonnen pro Jahr \u2013 ein Effekt, der sich auf die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette auswirkt.<\/p>\n<h2>Markt und Herausforderungen<\/h2>\n<p>Die Nachfrage nach klimaneutraler K\u00fchlung w\u00e4chst rasant. Laut einer Studie des Bundesamts f\u00fcr Energie (BFE) k\u00f6nnte der Schweizer K\u00e4ltebedarf bis 2030 um bis zu 30 % steigen \u2013 vor allem durch die Zunahme von Superm\u00e4rkten, Logistik und K\u00fchlh\u00e4usern. Celsius ist nicht der einzige Player auf diesem Feld, doch seine Technologie punktet mit Skalierbarkeit und Kompatibilit\u00e4t zu bestehenden Anlagen. Besonders in der Lebensmittelindustrie, wo K\u00fchlketten streng reguliert sind, wird die L\u00f6sung zunehmend attraktiv.<\/p>\n<p>Trotz des Potenzials gibt es noch H\u00fcrden: Die Investitionskosten f\u00fcr solche Systeme liegen deutlich h\u00f6her als bei herk\u00f6mmlichen K\u00e4ltemaschinen \u2013 aktuell zwischen 15 und 25 % mehr pro Kilowatt. Zudem m\u00fcssen die Betriebskosten und die Effizienz der Abw\u00e4rmenutzung weiter optimiert werden, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern. Doch Pilotprojekte in der Eidgenossenschaft zeigen, dass sich die L\u00fccke bereits schliesst. Seit 2020 hat Celsius in mehreren Schweizer Betrieben \u00fcber 100 kW K\u00e4lteleistung installiert \u2013 mit einer durchschnittlichen Amortisationszeit von vier bis f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<ul>\n<li>K\u00e4lte aus erneuerbaren Energien spart bis zu 90 % CO\u2082-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Systemen.<\/li>\n<li>In der Schweiz k\u00f6nnte der K\u00e4ltebedarf bis 2030 um 30 % steigen \u2013 ein Markt mit hohem Klimaschutzpotenzial.<\/li>\n<li>Ein Pilotprojekt in einem Milchbetrieb reduzierte den Stromverbrauch um 40 % und senkte die Emissionen um 2 Tonnen pro Jahr.<\/li>\n<li>Die Investitionskosten f\u00fcr Absorptionsk\u00e4ltesysteme liegen aktuell 15\u201325 % h\u00f6her, doch die Amortisation liegt bei 4\u20135 Jahren.<\/li>\n<li>Die Technologie ist bereits in Lebensmittelindustrie, Pharmazie und Gew\u00e4chshausbau eingesetzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Zukunft der K\u00e4lte wird nicht mehr durch fossile Brennstoffe oder teure K\u00e4ltemittel definiert, sondern durch Kreisl\u00e4ufe aus Abw\u00e4rme und erneuerbaren Energien. W\u00e4hrend die Schweiz bereits Vorreiter ist, k\u00f6nnte Celsius mit seiner Technologie eine globale Norm setzen \u2013 eine K\u00fchlung, die nicht nur effizient, sondern auch klimaneutral ist. Ob in Superm\u00e4rkten, Fabriken oder sogar in der Raumk\u00fchlung: Die Frage ist nicht mehr, *ob*, sondern *wann* diese L\u00f6sung fl\u00e4chendeckend umgesetzt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00e4lte ist ein Grundbed\u00fcrfnis \u2013 doch ihr Energieverbrauch macht etwa 15 % des Gesamtstrombedarfs der Schweiz aus. Besonders in der Sommerhitze oder f\u00fcr industrielle K\u00fchlprozesse belastet er die Netze und treibt die CO\u2082-Emissionen in die H\u00f6he. Doch eine innovative L\u00f6sung w\u00e4chst gerade in der Schweiz heran: link. 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